Knallweiche Fakten — die Sie nicht wissen sollten
                ... Rundschreiben zur Ausstrahlung am   24. Mai 2011   und interne Aktennotiz   aus der Halbwelt des Feuilletons

Sitzt die Schminke?

Was ist ein Dichter ohne Publikum – was Literatur ohne Inszenierung? Es steht zu befürchten: Sehr Wenig. Und ohne das Fernsehen: Nichts!

Volkspädagogisch

Ist ein abgelatschteres Thema als Bob Dylan vorstellbar? Von daher darf und soll es ein 958027stes Mal ins bildungsbürgerliche Programm!

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Stimmungsaufhellend

Weniger für das erlauchte Abend­programm geeignet ist die Frage: Weshalb schöne Frauen in Ihrem Leben nur als Reklame auftauchen?

Gepflegte Langeweile

Weit lieber als die Frage, weshalb Sie seit Urzeiten wichsen, diskutieren wir im Club das (ebenso) harte (wie abgelatschte) Irische Arbeiterleben

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Der Oh-Gott-Faktor

Ausserdem ist Kunst aus Chicago und Changhai für uns weit interes­santer als beispielsweise ein Vor­zim­mer-Autor aus Zürich-Altstetten

Wir sind gute Schafe

Literarische Qualität ist Ergebnis massenmedialer Redundanz: Das 95287-mal anderswo Bespro­chene ist folglich auch für uns ein Must!

Frage der Grautöne

Ein Buch lesen, das vor uns noch gar niemand angeschaut hat? Da könn­ten wir nie sicher sein, ob unsere Ge­danken auch tatsächlich stimmen!

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Kunst — künstlicher

Wir lesen, was andere lesen, und empfehlen, was andere empfehlen: Kunst und Literatur sind die bigot­ten Backen unseres Biedermeiers

Säulenscheinheilige

Können Sie sich ein Lesepublikum vorstellen, dass hinreichend ver­spiessert ist, Max Frisch als »unbe­quem« einzustufen? Wir können es!

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Name sei Dürrenmax

Mag man noch mehr Quote aus der alles andere als frischen Zitrone auspressen? Der clubliterarische Muff setzt die letzten Duftmarken

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Das lässt sich hören

Es bleibt dabei, wir palavern über saufende Iren und rockende Dylans wie vor tausend Jahren – so auch äätsch-bäätsch in holder Hinkunft

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Hoffnungskrümel

Oder lässt sich dieses helvetisch-prosaische Mikrodarmwindchen zu einem neuen mondän-knackigen Topseller à la Frisch emporjubeln?

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Nicht lesen / kaufen

Das hier ist eindeutig (!) zuviel verlangt – ist das noch Literatur? Wenn niemand es zu lesen vermag? Läckbobi ... Ist das noch ein Buch?

jovan-haut

Papierleichen

Und wer braucht diese »voralpine Weltliteratur« mit massenhaft angekleideten »unbumsbaren« Frauenzimmern, wo alle wichsen?

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Wo bleibt Ranicki?

Für eine Fernsehbesprechung müsste nicht eine(r), sondern müssten vier diesen viril-brunzigen Textkörper durchbuchstabieren...

Wir Wunderkinder

Tausend Seiten Unlesbarkeit ohne Ruhm und Happy End? Nein, nein, nein! Da bleibt der Literaturclub klüglich bei Kehlmann & Küblböck

Zukunftsspritzer

Männer und Frauen passen nicht zusammen – auch nicht in der Mitte ... Nicht zu fassen: Jetzt also auch im unschuldigen Solothurn!

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Nichts für Weicheier

Die Frage in der Literaturszene bleibt: Wie ragt man in einem Mikrokosmos aus geblähten Nullnummern – glorreich heraus?

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Leuchtgestalten...

Weshalb geht dergleichen eigentlich nur auf Aids-Plakaten? Das haben Sie sich noch nie im Leben gefragt – tun Sie es also auch jetzt nicht

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Oder Glühwürmchen?

Erstens sieht Ihre Frau nicht halb so gut aus, zweitens ist sie stockfrigid und drittens – haben Sie überhaupt keine ...      (...nicht lesen) (kaufen)

           Oder was?
     
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